Nicole Rittig, MEd
Naturpädagogik & Biologiedidaktik
Der Umgang mit Angst und Ekel
Gefühle in der Natur empathisch begleiten
Die Wespe im Garten, die Spinne in der Ecke oder die nasse Erde im Hochbeet, vor vielem können wir uns fürchten und grausen. In der Bildungsarbeit haben wir die Chance, durch achtsamen Umgang mit Gefühlen und methodischen Aufbau Angst und Ekel abzubauen und sogar deren Entstehung vorzubeugen.
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In dieser Fortbildung erhalten die Teilnehmenden Einblick in unterschiedliche Umgangsmöglichkeiten mit Gefühlen und deren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, reflektieren eigene Verhaltensweisen und lernen Methoden kennen, durch die sie sich Angst- und Ekelthemen positiv annähern können. Besonderer Fokus liegt dabei auf klassischen Angst- und Ekeltieren, dem Widerwillen schmutzig zu werden bzw. Erde und Matsch zu berühren und auf Wunsch auch dem Ekel vor Essen.
Ziele:
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Angst und Ekel verstehen und wahrnehmen
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Akute Umgangsmöglichkeiten mit starken Gefühlen kennenlernen
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Methoden zum Abbau und der Prävention von Angst und Ekel für die eigene Praxis erarbeiten
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Intensives Reflektieren von eigenen Erfahrungen und Verhaltensweisen
Kindergarten
Volksschule bis Sekundarstufe
Freizeitpädagogik
Geeignet für
Workshop
Webinar
Elternabend
Buchbar als
Für Seminare über 3 Stunden ist das Thema im Rahmen der Fortbildungen Krabbeltiere erforschen und entdecken oder Ab nach draußen möglich.
Mein Bezug zum Thema
Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie weitreichend es ist, wenn Ekelgefühle von Kindern übergangen und körperlichen Grenzen ignoriert werden, als mich meine Tagesmutter zum Essen gezwungen hat. Es hat mich zwanzig harte Jahre gekostet, wieder einen positiven Zugang zu Gemüse zu entwickeln. Deswegen ist es mir sehr wichtig, in meiner Arbeit als Naturvermittlerin Kindern und Jugendlichen Sicherheit zu geben und zur Selbstbestimmung über ihren Körper zu bestärken, sowie Pädagog:innen auf Angst- und Ekelgefühle zu sensibilisieren, die im Alltag leicht übersehen und übergangen werden.
